Wie ein Brennglas hat die Coronapandemie bereits vorhandene Probleme für ältere Menschen verschärft.

(Liebes-)Beziehungen, das Miteinander der Generationen und urbane Begegnungen leiden darunter. Mit UpdateAlter Nürnberg wollen wir Wege entdecken, um NEU ZUEINANDER ZU FINDEN.

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Das Bündnis UpdateAlter entstand im 48-Stunden-Hackathon von UpdateDeutschland. In dem vor kurzem veröffentlichten "Learning Report" der HERTIE-School erfahren Sie mehr zu der Entstehung des Bündnisses.

Quelle: HERTIE-School

"Tinder für Senioren"

Mit der Lösung ”Tinder für Senioren“ wollen wir Menschen generationsüberschreitend zusammenbringen. Die Lösung soll eine Mischung aus analogen und digitalen Treffen bieten. Für analoge Treffen bietet hier die Innenstadt Stadthagens viele Möglichkeiten. 

Warum „Tinder für Senioren“?

Viele ältere Menschen vereinsamen. Speziell in Zeiten von Corona ist es schwierig, Kontakte zu knüpfen und aufrechtzuerhalten. Durch unsere Lösung sollen Menschen in analoger und digitaler Form zusammengebracht werden, was zu größerer sozialer Teilhabe und Lebensqualität führt. 

Was sind die Zielgruppen? 

Die Tinder Lösung soll für alle Bewohner Stadthagens zur Verfügung gestellt werden. Das heißt Menschen in und um Stadthagen, sowie Alt wie Jung. 

Was sind die Inhalte der Lösung?

Was sind die Multiplikatoren? 

Um zu gelingen braucht es Multiplikatoren in Form von Schulen, Kirchen, Institutionen, ambulante Pflegedienste und Vereine, die Menschen unterstützen. Zum einen um auf die Tinderlösung aufmerksam zu werden und zum anderen speziell den Senioren beizubringen, wie die Lösung benutzt wird. 

Auch braucht es Multiplikatoren die Veranstaltungen, Konzerte, Vorträge und vieles mehr organisieren und in die Lösung integrieren können. 

Ressourcen

Zum einen braucht es physische Ressourcen für das analoge Treffen. Als physische Ressource sehen wir das Living Care Lab oder andere innerstädtische Räumlichkeiten als die natürlichen Orte der Begegnung. 

Um die Lösung finanziell zu realisieren, wollen wir uns zum einen im Markt umschauen, um herauszufinden, ob es schon Lösungen gibt, die etwas Ähnliches anbieten und mit den man kooperieren könnte. Hier wurde z.B. die Lösung nebenan.de benannt. Dabei würden wir auch auf die Sparkassen und Stiftungen (z.B. Vodafone, Stiftung digital, Deutsche Stiftung für Ehrenamt und Engagement) zugehen.


Gastgeber:innen: Manuela Greipel (www.machbarschaft.jetzt) und Lars Jessen (www.digirehab.de)

"Wohnzimmerkultur Stadthagen"

In der postpandemischen Zeit gilt es, wieder Formen der urbanen Gemeinschaftlichkeit anzubieten und erleben zu können. Bei der Idee „Wohnzimmerkultur Stadthagen“ soll es zum einen um private Bereiche gehen, wo in verschiedenster Form Gastgeber auftreten und einen Ort ihres privaten Umfelds zum kulturellen Veranstaltungsort umfunktionieren und zum Kulturerleben einladen. Zum Beispiel wird ein im Keller verstaubter Billard-Tisch reaktiviert oder es werden Karten- und Gesellschaftsspiele eingesetzt, um gemeinsam spielerisch einen Abend zu verbringen und dadurch nachbarschaftliche Annäherungen zu erzielen. Das kann aber auch gemeinsames Kochen, Gitarre spielen, oder eine sportliche Aktivität sein. Wichtig ist, dass die Gastgeber sich mit dem spielerischen Angebot identifizieren, ihre Fähigkeit zeigen und diese mit Spaß und Humor weitergeben können. Es geht nicht um „Unterrichtseinheiten“, sondern primär um Spaß am gemeinsamen Ausprobieren und Spielen. 

Zum anderen können auch professionelle Dienstleister wie Tanzschulen ihre Türen öffnen und zu kostenlosen Schnupperkursen- wie einen Salsa-Abend- einladen. Diese verschiedenen Angebote werden dann in einem Kalender festgehalten, der den Bürgern Stadthagens zur Verfügung gestellt wird. 

Der Thementisch „kulturelle Teilhabe“ konnte zusammen mit dem Bürgermeister von Stadthagen – Oliver Theiss- an der Projektidee arbeiten. Da es in Stadthagen einen Kulturkoordinator gibt, könnte dieser vielleicht das Projekt „Wohnzimmerkultur Stadthagen“ für die Stadtbewohner:innen koordinieren und als Auftaktveranstaltung (nach der 800 Jahresfeier) im Sommer 2023 für ein neues Format des Zusammenkommens in der Stadtgesellschaft langfristig etablieren. Die aktive Beteiligung der Bürger:innen setzt dabei auf gesellschaftliches Miteinander und stärkt den Zusammenhalt der Stadtbewohner:innen.


Gastgeber:innen: Judith Metz (www.kulturzeitlos.org) und Christina Rogelj (www.silberfilm.info)

Die Projektidee „Begegnungsstätten in Stadthagen“ möchte analoge und digitale Begegnungsstätten schaffen, um intergenerativen, integrativen und inklusiven Austausch zu ermöglichen. Die Orte und Inhalte der Begegnung sollen in und mit lokalen Institutionen entstehen und vielfältige gemeinsame Aktivitäten anbieten. Um die Begegnungsstätten für alle Bürger gut erreichbar zu machen, müssen logistische (Transport), finanzielle und kulturelle Barrieren herabgesetzt werden. Als digitale Begegnungsstätte für weniger mobile Bürger, wurde der Wunsch nach einer Quartiersplattform genannt.

So kann gemeinsam sozialer Zusammenhalt geschaffen werden.

Folgende konkrete Orte für Begegnungen wurden angedacht:

Folgende konkrete Aktivitäten für Begegnungen wurden vorgeschlagen:

Und folgende Unterstützung für die Begegnungen ist erwünscht:

Gastgeber:innen: Torsten Anstädt (www.humaq.de) und Karin Siepmann (www.wi-bit.de)

Dieses Mal geht es an die Ideenentwicklung für Stadthagen und wir freuen uns schon auf alle Teilnehmer:innen.
Diese Themen und Gastgeber:innen erwarten Sie beim ersten Gesellschaftsdialog in 2022:

Grußworte

Oliver Theiß          

Bürgermeister der Stadt Stadthagen

Dorothee Bär          
Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung
Schirmherrin Update Deutschland

Thomas Bade
IUD - Institut für Universal Design

Thementische und Gastgeber:innen:

Wie erreichen wir auf analogen und digitalen Wegen ältere Menschen?

Gastgeberinnen:  
Manuela Greipel von Machbarschaft e.V.
Lars Jenssen von DigiMove

Wie nehmen ältere Generationen am Kulturleben teil?

Gastgeberinnen:   
Judith Metz von KULTUR ZEIT los
Christina Rogelj von SilberFILM 

Wie können Lebenserfahrenen zu Wort kommen und mitgestalten, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken?

Gastgeber:innen:  
Torsten Anstädt vom Institut HumaQ
Karin Siepmann von Wi-Bit-Wiesbadener Bündnis für digitale Teilhabe und Team Digital Guides 


Moderation:         
Sabine L. Distler, Gründerin & Geschäftsführerin Curatorium Altern gestalten
Maj-Britt Kott, KULTURISTENHOCH2

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Bitte geben Sie Ihren Platz rechtzeitig frei, wenn andere Umstände ein Mitmachen an diesem Tag verhindern.

Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch.

Mario Bierschwale,
Christina Rogelj
& das Bündnisnetzwerk UpdateAlter

Senior:innen machen Lebensschule 

1. Herausforderungen und warum? 

Mit der Ideenskizze "Senior:innen machen Lebensschule" begegnen wir gleich mehreren Herausforderungen unserer Gesellschaft, wie zum Beispiel der Einsamkeit im Alter, dem Gefühl von Senioren auf dem Abstellgleis  zu stehen, aber auch dem Mangel an generationenübergreifendem Verständnis und Respekt. Nicht zu vergessen, dass die ältere Generation noch große Berührungsängste und Wissenslücken in Sachen Digitales aufweist.  

Außerdem gibt es Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die viel zu wenig Austausch mit Senioren pflegen und auch Paten und Ratgeber fürs Leben bräuchten. Wie zum Beispiel bei den Fragen: Was kommt nach der Schule und welchen Weg soll ich einschlagen? 

Folgende konkrete Ideen wurden entwickelt:  

Zielgruppe: 

  1. Senioren 65+ als Lehrer für den Lebensschulen-„Nachmittagsunterricht“. 
  1. Grundschulkinder, Weiterführende Schulklassen, Schulabgänger/Abiturienten. 

Ort: 

  1. In den Schulen 
  2. Im Quartier 

Lebensunterricht: 

Gemeinsam in einem partizipativen Prozess wird mit den Schüler:innen und Senior:innen der Lehrplan in der Schule und im Quartier entwickelt. 

In der Schule: 

·       Austausch über Gedichte und Lieder. Die ältere Generation hat teilweise im Grundschulalter Gedichte auswendig gelernt, die bis ins hohe Alter nicht vergessen sind. Für Kinder kann dies äußerst beeindruckend sein und vermittelt Respekt für die kognitive Leistung älterer Menschen. Auf der anderen Seite können ältere Menschen erfahren, welche Gedichte und Lieder heute für Kinder/Jugendliche interessant sind oder auf dem Lehrplan stehen. 

·       Eine kleine Zeitreise: Haushalt früher und heute. Wenn man sich vergegenwärtigt, mit welch großem Aufwand früher z. B. das Wäschewaschen verbunden war, lässt dies die Lebensleistung älterer Menschen in einem neuen Licht erscheinen. Hierzu würde sich nicht nur ein Austausch, sondern ein gemeinsamer Ausflug ins Freilichtmuseum Hessenpark anbieten, der die frühere Haushaltsführung erlebbar macht. 

·       Gemeinsam Schreiben auf der Schreibmaschine. Senior:innen demonstrieren Ihre Fähigkeiten an der Schreibmaschine und vermitteln den Schülern, welche Aufwände früher hinter einem Brief oder für Formular vor Zeiten des Computers steckten. 

·       Zum Stichwort „Schandtaten“, ist folgene Idee aufgekommen: Ein schönes Thema für einen Austausch wäre das Thema „Jugend früher und heute“ nach dem Motto „Wir waren auch mal jung“ und „Die Jugend von heute“. Da gibt es sicherlich schöne Anekdoten und viele Gemeinsamkeiten zu entdecken. 

·       Besonders profitieren können die Schüler:innen sicherlich von der Weisheit, die das Alter mit sich bringt. Dies könnte z. B. in Form eines Interviews zum Thema „Was ist wichtig im Leben“? gestaltet werden. 

·       Was bei der AG auf keinen Fall fehlen darf und nach Ansicht vieler sogar für den generellen Lehrplan ein Muss ist: Der Alterssimulations-Anzug. 

Im Quartier: 

·       Die Lebensräume der Senior:innen entdecken und zusammen Kochen im Quartier, gemeinsam Mittagessen oder Kaffeetrinken 

·       Senioren:innen sensibilisieren Kinder und Jugendliche über die Barrieren und Mobilitätseinschränkungen im Quartier. 

·       Gemeinsam durch den Wald spazieren gehen und den Geschichten der Senior:innen lauschen 

·       Gemeinsam eine Interaktive Schnitzeljagd (mit Actionbount) durchs Quartier entwickeln und gestalten 

·       Gemeinsam Musizieren und neue Instrumente erlernen. Hier bringen Senior:innen Schüler:innen und umgekehrt das Spielen von Instrumenten bei. 

·       Ein generationsübergreifendes Quartiersradioprogramm entwickeln und mit Musik und Reportagen aus verschiedenen Perspektiven bespielen 

·       Kinder und Jugendliche bringen Senioren das Smartphone und Tablet bei. 

·       Talente der Senior:innen kennenlernen und miteinander lernen (gärtnern, imkern, stricken, schneidern, kochen, malen, fotografieren, musizieren, singen, und vieles mehr). 

Gastgeber:

Torsten Anstädt & Charlotta Bjelfvenstam  (www.humaq.de) & Peter Kiel (www.evim.de)

Was ist mit der Idee „ Spiel(t)räume für alle“ gemeint? Wir wünschen uns einen Spielort, an dem alle Generationen zusammenkommen können. Ältere Menschen sieht man oftmals, insbesondere in Städten, wenig oder gar nicht in der Öffentlichkeit. Öffentliche Orte zu gestalten, an denen sowohl ältere als auch jüngere Menschen nach ihren Bedürfnissen aufeinandertreffen und sich aufhalten können, wäre ein schönes Ziel.  

Um ein wirklicher Treffpunkt für alle zu werden, wären die "Spiel(t)räume" ausgestattet mit Plauderbänken und einem mobilen Essensangebot (z. B. wechselnde Foodtrucks oder Kaffeewagen) für bestmögliche Flexibilität und Attraktivität des Ortes. Der Ort sollte natürlich auch ein Spielort sein mit einem Spielplatz für die Kleinen und z. B. Schachtischen oder anderen Spielangeboten für ältere Menschen. Man könnte an diesem Ort auch wechselnde und kostenfreie Kulturangebote anbieten: z. B. Minikonzerte oder kleine Lesungen. Darüber hinaus müsste es auch überdachte Flächen geben, damit der Ort bei jedem Wetter nutzbar ist. Außerdem sind öffentliche und saubere Toiletten ein wichtiger Aspekt.  

Abgerundet wäre der Ort durch eine digitale Infosäule, die Informationen zu Angeboten im Kiez bietet und für alle leicht bedienbar ist. Um hier Vandalismus vorzubeugen, müsste man überlegen, ob diese Säule besser in einem geschützten Raum in der Nähe des "Spiel(t)raums" steht.  

Bei diesem Vorhaben gibt es natürlich viele Herausforderungen und Schwierigkeiten. Es fehlt an Bänken bzw. müssten diese speziellen Plauderbänke finanziert werden. Außerdem müssten passende Orte in Wiesbaden identifiziert werden, die gut erreichbar sind bzw. zentral liegen. Am besten wäre es, wenn diese Art Raum nicht nur einmal etabliert wird, quasi als ein Leuchtturmprojekt, sondern an mehreren Plätzen entsteht. So dass es zur Normalität wird, dass sich die unterschiedlichen Kieze/Quartiere an "Spiel(t)räumen" trifft.  

Darüber hinaus ist das Thema Wartung und Sauberhalten natürlich ein kontinuierlicher Kostenpunkt, den die Stadt übernehmen müsste. Hier könnte man aber u. U. auch Ehrenamtliche mit einbeziehen, um den Ort auch wirklich als Ort aus der Gesellschaft heraus zu bespielen und zu betreuen. Der Kiez/das Quartier könnte/sollte hier definitiv aktiv werden.  

Das Involvieren von so vielen Akteuren der Stadtgesellschaft wie möglich wird zentral sein für das Gelingen dieses Vorhabens. Neben dem Einbeziehen der Stadtverwaltung müssten Kooperationen für digitale Angebote (Infosäule) gestrickt werden, aber auch lokales Gewerbe (Foodtruck) bzw. Vereine (Kultur und Betreuung des "Spiel(t)raumes") involviert werden.  

Gastgeberinnen:

Dorothea Lemme (www.humaq.de) & Judith Metz (www.kulturzeitlos.org)

Dieses Projekt haben Bürgerinnen und Bürger Wiesbadens von jung bis älter zusammen mit den Gastgeberinnen am Thementisch Digitaler Austausch entwickelt: 

Dies sind nur ein paar der tollen Ideen, die den Wunsch erfüllen sollen, die wichtigen Orte der Stadt und der Umgebung wieder mit allen Sinnen zu erleben und Erinnerungen wach zu halten. 

Als nächsten Schritt recherchieren wir bestehende Angebote in Wiesbaden und anderen Städten und sammeln. Danach prüfen wir, welche Technik wir benötigen und erproben diese. Dazu gibt es sogar schon ein Angebot eines Herstellers von Bildschirmlösungen. 

Und wir suchen für unsere Angebote geeignete Wiesbadener Kooperationspartner wie Unternehmen, Dienstleistende und Einrichtungen der Stadt (Tourismusbüro, Wirtschaftsförderung, Soziales, Kultur, Stadtteile etc.) 

Als Age-friendly-City im WHO Netzwerk ist Wiesbaden sicher offen für unsere Idee.“

Gastgeberinnen:

Karin Siepmann (Wiesbadener Bündnis für Digitale Teilhabe), Christina Rogelj (www.silberfilm.info) & Christine Gediga (BerufsWege für Frauen e.V.)

Bei den Gesellschaftsdialogen UpdateAlter betonen die Teilnehmenden stets die große Bedeutung des Ehrenamtes sowohl für die verschiedenen Initiativen, wie auch Privatpersonen. Dabei kam der Wunsch auf, ein Ehrenamt im Bereich der Pflege und Betreuung, beispielsweise inmitten der eigenen Nachbarschaft ausüben zu wollen. Wir haben uns gefragt, welche Gestaltungsmöglichkeiten und innovative Modelle es für die Ehrenamtskoordination und -organisation gibt. Für diesen Beitrag haben wir wieder über geographischen Grenzen hinaus geblickt und möchten euch ein Ehrenamtssystem speziell für Senioren vorstellen. 

Als das Pflegesystem in Japan durch die älter werdende Gesellschaft nicht mehr funktionierte, entstand das sogenannte “Zeitbank-System” (engl. “time bank system”) – ein Ehrenamtssystem, bei welchem Senioren füreinander tätig werden. Für jede ehrenamtlich geleistete Stunde gibt es einen Punkt auf das eigene Ehrenamtskonto. Das Ehrenamt selbst kann in verschiedensten Bereichen geleistet werden. Die erhaltenen Punkte können dann wiederum eingelöst werden, wenn man selbst Hilfe benötigt und einen bestimmten Service von Senioren für Senioren in Anspruch nehmen möchte. Die Teilnehmer selbst berichten nur Positives über das “Zeitbank-Ehrenamt”. Sie fühlen sich wieder der Gesellschaft zugehörig und weniger einsam, da sie aktiv und in Kontakt mit ihrer Umwelt bleiben. Ein weiterer positiver Faktor ist, dass man sein persönliches Können einsetzt, um sich gegenseitig zu helfen. Zudem können durch den Austausch Themen des Alters, wie beispielsweise der Umgang mit Demenz bei Angehörigen, leichter bewältigt werden. Nicht zuletzt fühlen sich teilnehmende Senioren in ihrer Lebenserfahrung wertgeschätzt, da diese durch das System vielen Bereichen der Gesellschaft zu Gute kommen kann. 

Hintergrund zum ehrenamtlichen Zeitbank-System: Die Ehrenamtsbank Osaka (Volunteer Labor Bank Osaka) war die erste bekannte Zeitbank, die sich schnell zu einem Netzwerk verschiedener Zeitbanken des Ehrenamts entwickelte. Anfang der 80er weitete sich das Netzwerk auch auf die USA aus und wurde das erste internationale Ehrenamtssystem. Neben dem Zeitaustausch zwischen Senioren wurde auch die Komponente der Freiwilligenarbeit ins System integriert. Anfänglich wurden dabei eher Frauen mittleren Alters angesprochen, die sich klassischer Weise um ältere Verwandte kümmerten. Durch ihre Freiwilligenarbeit sammelten auch sie Punkte auf ihrem Zeitbank-Konto, die sie wiederum zur eigenen Entlastung einsetzen konnten. 

Dieses System  bietet somit nicht nur gegenseitige Hilfestellung, sondern auch die Möglichkeit der Erholung bei Einlösen von Ehremamtspunkten sowie die Zuversicht, dass man auch selbst im Alter gut betreut werden wird.

Was meint ihr: Wäre ein Zeitbank System auch bei uns denkbar?

https://www.channelnewsasia.com/asia/time-bank-lets-japans-seniors-swop-services-free-cleaning-companionship-1022321

http://www.transitsocialinnovation.eu/sii/timebanks-3

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